K4 projects

 
 

 

K4 galerie
      Ausstellungen
      Künstler
      Camera obscura
      Die Galerie
      Messen

K4 forum
      Ausstellungen

K4 fabrik
      Ausstellungen

K4 projects GmbH

Kontakt/Impressum

 

 

 

Ausstellung 4.9. - 2.10.2009

Oliver Möst

Clackastigmat 6.0

Fotografie

Vernissage Freitag, 4.9.2009 ab 19.00 Uhr
Einführung

Bei Oliver Mösts Fotografien handelt es sich um radikal subjektive Bilder. Seine Serie „Clackastigmat 6.0“ besteht durchgängig aus verschwommenen Bildern. Kein einziges Foto ist scharf, so wie auch kein einziges Detail eines Fotos innerhalb der Serie scharf ist. Alle Bilder sind – wie bei einem undurchdringlichen Nebel – mit einer gleichmäßigen und extremen Unschärfe „überzogen“, defokussiert also, ein Zustand, der den Betrachter zunächst stark verunsichert. Dabei handelt es sich natürlich nicht um Nebelbilder, ganz im Gegenteil: es lässt sich unschwer erkennen, dass auf den meisten Bildern – so etwa bei allen Außenaufnahmen – die Sonne scheint. Es gibt einen natürlichen, bisweilen gleißenden Lichteinfall, es werden Schatten geworfen, es sind sogar häufig Motive, die ohne Sonne gar nicht denkbar wären, so etwa die Strand- oder die Touristenbildern. Auch sind es bisweilen durchaus fröhliche Sujets, die – soweit erkennbar – eine Leichtigkeit vermitteln, die hervorragend mit den heutigen Strategien der Unschärfe korrelieren.

Oliver Möst beschäftigt sich also mit dem Mittel der Unschärfe in einer Zeit, als diese sowohl in der Kunstfotografie, als auch in der Werbe- und Journalismusfotografie extrem en vogue ist. Doch im Gegensatz zu dieser perfektionierten High-Tech-Welt, experimentiert er mit verschiedenen Low-Tech-Techniken und sucht nach Methoden, seine subjektive Sichtweise für den Betrachter seiner Bilder sichtbar zu machen. Unschärfe spielt dabei stets eine wichtige Rolle, die zwischen einer angenehmen Variante in graduellen Abstufungen und – in extremer Form bei seinen „Clackastigmat 6.0“-Bildern – einer beunruhigenden Variante changiert. Kennt man den persönlichen Hintergrund der Sehschwäche des Fotografen, erfährt diese Beunruhigung noch eine Steigerung.