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Francis Berrar

Biografie     Werkbeschreibung     Abbildungen

 

Francis Berrar - Biografie

1954 geboren in Überherrn

1976 Matura in Wien

1976-1981 Studium an der Ecole des Beaux Arts Nancy(Frankreich)
                 Studium der Malerei bei Michel Parre, Radierung bei Jacques Hallez
1981 Staatsdiplom an der Ecole des Beaux Arts Tourcoing(Frankreich)
1990 Arbeitsstipendium des Saarländischen Kultusministers in Olevano Romano,Casa Baldi(Italien)
1991 Arbeitsstipendium der Saarländischen Landesregierung in Rusa/Moskau ( Russland)
1992 Rompreisträger und Stipendiat der Villa Massimo, Rom(Italien)


Ausstellungen (Auswahl)

2007 Eine Nacht im kahlen Gebirge, K4 galerie, Saarbrücken
        Welcome to our Neighbourhood, Casino Luxembourg
2006
First Love is deepest,Kunstverein Friedberg
        Clubzone,Galerie Veronica Kautsch,Michelstadt
2004 100% Live ,Galerie Veronica Kautsch ,Michelstadt
2003 Urban Camping,Stadtgalerie Saarbrücken
         Urban Camping, Kunstverein Heidelberg
2002 Mixed Salad, Galerie Veronica Kautsch, Michelstadt
2001 aller et retour, Kunsthaus Erfurt
2000 Positionen der Zeichnung im Saarland,Stiftung Demokratie,Saarbrücken
        Supernatural, Saarland Museum, Saarbrücken
        Kunstszene Saar –Visionen2000,Saarland Museum Saarbrücken
1999 Studio A Otterndorf,Museum gegenstandsfreier Kunst, Kuckucksei
        ALPHABEET,Berlin-ein Multimediaprojekt derHochschule der Künste(HdK)
        Berlin zum Thema Natur
        Red plants,Chiffren der Natur, Galerie Kulas ,Saarlouis

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen und Museen (Auswahl):

Graphische Sammlung Kupferstichkabinett Dresden
Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart
Staatliche Graphische Sammlungen München
Graphische Sammlung der Pfalzgalerie Kaiserslautern
Saarland Museum,Saarbrücken

 

Francis Berrar - Werkbeschreibung

»frames«

Zu den neuen Bildern von Francis Berrar

Von Christoph Wagner

»frames«, die sich öffnenden, überlagernden Bildrahmen des Internets nimmt Francis Berrar in seinen jüngsten Bildern als Strukturelement auf, um die avancierte Position der Abstraktion seiner Malerei neu zu bestimmen. Virtuelle Bildräume öffnen sich. Die Bildikonographie ist radikal auf leuchtschriftartige Schriftzüge wie »Porncity«, »boyzone«, »Abuse« reduziert. Diese Chiffren werden von der abstrakten Malerei bedrängt, überlagert, überschrieben und gelegentlich auch gelöscht: Abstrakte Zonen heilen mit heiliger Unschuld das, was das Auge im Netz eines lärmenden Informationsoverkills im steten horror vacui der visuellen Zeichen und Bilder bestürmt. Elementare Materialtexturen aus farbigen Lack- und Acrylflächen stehen gegen die Gitterstrukturen der sich überlagernden Rechtecke der »frames«. Diaphane Farbflächen und malerische Fragmente schaffen Erinnerungsstrukturen. Assoziationsräume werden geöffnet. Die aseptischen digitalen Bilder werden in der Farbmaterie greifbar, manchmal im bewußt roh gehaltenen Medium der Malerei. Zugleich bleibt die Ebene des Motivischen ungreifbar in die Abstraktion entrückt. Francis Berrars Bilder führen den Betrachter in ein »no go area« der Malerei, in dem aus den malerischen Prozessen im Spannungsfeld zwischen Planimetrie und Raumfiktion Spielräume für neue Wahrnehmungsprozesse entstehen.

Die Macht des Parergons, die Jacques Derrida 1978 kalt emphatisch auf die Frage der »Wahrheit in der Malerei« bezog, holt Francis Berrar in seinen Bildern wieder in den ästhetischen Horizont der abstrakten Malerei zurück: Auf dem Feld einer zu den Rändern offenen Malerei hat er die Abstraktion mit der Bedingtheit wechselnder Rahmenkonstellationen konfrontiert. Die Sichtbarkeit der Grenzen des Bildes wird dem Bild selbst vervielfältigt eingeblendet: Der Rahmen gerät damit ins Spielfeld der Malerei, verliert auf diese Weise seinen ihm inhärenten Machtanspruch.

 

Francis Berrar - Abbildungen



Abbildung: watersports, 2007, Acryl auf Leinwand, 178 x 340 cm