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K4 galerie - Messen  

ART Frankfurt 29.4. - 2.5.2005

Ausstellungsprogramm K4 galerie (Stand G10)

 

Projekt Camera obscura

Thomas BACHLER
Jens Titus FREITAG
Thomas KELLNER
Reinhard KÜHL
Oliver MÖST
Michael WESELY

Projekt Nicht die ganze Wahrheit

Nikola IRMER, Malerei

weitere Künstler u.a.

Alex GERN
Lukas KRAMER
STOLL & WACHALL
Caroline ARMAND
Timo OHLER
Mia UNVERZAGT

 

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Neben der One-Artist-Show von Nikola Irmer (figürliche Malerei) und Künstlern der K4 galerie wird im Zentrum des Messestandes in einem separaten Raum das Sonderprojekt "Durchs Loch gesehen - Arbeiten aus der Camera obscura" präsentiert. Die individuellen künstlerischen Konzepte und Techniken von 6 verschiedenen Lochkamera-Künstlern werden in der Ausstellung dokumentiert .

Schwerpunkt der Ausstellung sind Arbeiten von Jens Titus Freitag, der einen alten umfunktionierten Mercedes-Kastenwagen als Aufnahmegerät für seine meist großformatigen Photographien benutzt. Allesamt photographische Unikate, die er unmittelbar auf Photopapier belichtet.

Jens Titus Freitag ist ein Materialist. Seine Vorliebe für das Massive, das Dauernde hat ihn nicht davon abgehalten, die Photographie als sein Medium zu wählen. Aber er hat ihr ein anderes Gewicht, eine Materialität gegeben. In seinen Blickpunkt nimmt er Zeug, liegengebliebenes, aus dem Verkehr gezogenes Zeug, Spielzeug. Dreiräder, Modellautos, Schraubstöcke, Fördertürme, Chemiekombinate sind wie eine Biographie des Menschen, der sich von seinem überholten Spielzeug trennt. Photographie als Beginn einer Philosophie des Abfalls?
(Chris Weinheimer)

 

Projekt Camera obscura

Durchs Loch gesehen - Arbeiten aus der Camera obscura

Die Gruppenausstellung zeigt 6 Künstler mit Arbeiten aus der Camera obscura (Lochkamera). Neben den individuellen künstlerischen Positionen wird auch auf die unterschiedlichen Techniken der einzelnen Künstler eingegangen. Die Werke, Arbeitsweisen und Aufnahmegeräte werden erläutert.

Jens Titus Freitag wird während der Kunstmesse den Außenbereich des Messegeländes und die Umgebung mit seinem Mercedes Aufnahmewagen fotografisch erkunden. Die entstandenen Aufnahmen werden auf dem Messestand der K4 galerie projektbegleitend täglich neu präsentiert.


 

Projekt Nikola IRMER, "Nicht die ganze Wahrheit"

Die Gemälde von Nikola Irmer sind Schauplätze wandelbarer Identitäten. Per Annonce gefundene Modelle lassen sich wie zufällig im öffentlichen Raum beobachten oder zelebrieren ihre Rollenspiele in der Geschlossenheit des Ateliers. Die Schichten und Tonlagen der Malerei erzeugen zugleich Distanz und Nähe, fordern Teilhabe und Respekt.

Die neueste Werkgruppe der Berliner Künstlerin zeigt Szenen aus dem Mauerpark in Berlin. Außerdem sind Arbeiten aus der Werkgruppe "Horst" zu sehen.

Die Erscheinung anderer und was sie von sich zeigen sind ebenso alte wie unerschöpfliche Felder der Malerei. Nikola Irmer, die nach ihrem Studium in San Francisco, Glasgow und New York heute in Berlin lebt, geht diesem Thema auf ganz eigene Weise nach. Seit etwa zwei Jahren arbeitet sie mit Modellen, die sich auf ihre Zeitungsannoncen melden. Für einige Euro pro Stunde - so ist der Tausch - lassen sie sich malen, zeichnen und fotografieren. Sie kommen ins Atelier oder man trifft sich an Orten, die die Modelle vorschlagen.

In wie verschiedene Richtungen sich Motive entwickeln können, die auf diese Weise entstehen, zeigen die Arbeiten aus zwei aktuellen Werkgruppen der Künstlerin. Da ist zum einen ein Zyklus über eine Gruppe von Teenagern, genauer Punks im Alter von etwa 15 Jahren. Auf einigen großformatigen Leinwänden bevölkern sie die eher spröde Landschaft des so genannten Mauerparks in Berlin. Ungewollt fallen einem Ikonen der Kunstgeschichte wie Manets Frühstück ein - aber diese Assoziationen treten wieder in den Hintergrund. Sie verblassen angesichts der unwirklichen Idylle der urbanen Szenerie, vor allem aber beanspruchen die Personen einen ganz eigenen Handlungsspielraum. Neben den Codes und absichtlichen Gesten der Selbstdarstellung findet die Malerei dabei auch jene Momente, in denen die Protagonisten aus den Ritualen ihrer Selbstinszenierung herausfallen.

Ganz andere Grenzgänge zwischen verschiedenen Identitäten zelebriert "Horst" in der diskreten Abgeschlossenheit des Ateliers. Nach nur wenigen Treffen erzählte der Cross-Dresser von seinen gelegentlichen Auftritten und schlug vor, demnächst mit Kostümen zu posieren. Es entstanden zahlreiche Studien und großformatige Bilder, in denen der schwere Körper in Lebensgröße präsent wird. Was mit der Herstellung seiner Kostüme beginnt gewinnt in den Bildern eine weitere Stufe der Ausführung. In der Malerei erfährt das lustvolle Rollenspiel mitsamt seinem befreienden Bekenntnis zur Unvollkommenheit eine letzte Steigerung. Selbst in der bizarrsten Travestie gibt es keinen Moment, in dem das Spiel der Verwandlungen nicht von der tragikomischen Würde des Akteurs getragen wird.

Robert Felfe, Kunsthistoriker

 

weitere Künstler auf der Messe